Ein halbes Jahr „Villa Hase“

Wir leben nun schon etwas mehr als ein halbes Jahr in unserem Häuschen, unserer Villa Hase.

Das ist  doch der perfekte Zeitpunkt mal alles niederzuschreiben was mir dazu sehr oft im Kopf herum geht.

Unglaublich aber wahr

Manchmal kann ich es noch immer nicht glauben, dass wir diesen Schritt wirklich zusammen gewagt haben. Diese Hausbau-Geschichte war und ist noch immer ein ganz großer Liebesbeweis zwischen Herrn Hase und mir für mich. Wir haben uns nochmal ein Stück weiter aneinander gebunden als „nur“ durch unsere Heirat (und die Kinder). Der gemeinsame Eintrag im Grundbuch zeigt mir jeden Tag, dass es die große Liebe und er „der Eine“ ist, dass wir es mehr als ernst miteinander meinen und hier gemeinsam alt werden wollen. Versteht ihr was ich meine?!

Der Hausbau und besonders die Arbeiten die wir gemeinsam als Eigenleistung hier erbracht haben haben uns so manches Mal an unsere Grenzen gebracht und es gab auch immer mal wieder Krach. Das passiert einfach, wenn man ständig zusammen arbeitet, jeder seinen Plan hat, es nicht ganz so wird wie man selbst es sich vorgestellt hat und sich kurz vor dem Einzug Frust aufbaut weil die wichtigsten und Grundlegendsten Dinge noch immer nicht fertig oder angekommen sind. …und ein Baby welches so ziemlich jeden Tag auf die Welt kommen kann ist auch ziemlicher Druck. *lach*

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Meine Mama nennt unser Haus immer liebevoll das „realistische Haus“, denn wir haben uns ganz bewusst nur für das Nötigste entschieden und gegen ein Haus mit unzähligen Zimmern in, für uns, absurder Quadratmeterzahl.

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Wieso denn gleich ein Haus?

Zugegeben, wenn wir uns hier in unserer Kleinstadt in der Nähe von Hamburg eine größere Wohnung hätten leisten können, dann hätten wir uns kein Haus gebaut. Aber da es nunmal ist wie es ist und die Mieten hier sehr hoch und der Abtrag für unser Häuschen um einiges günstiger ist haben wir diesen Schritt gewagt.

Eines nachmittags saßen wir auf der Terasse unserer drei-Raum-Wohnung, haben uns angesehen und Herr Hase sprach: „Wieso bauen wir uns eigentlich kein Haus auf dem Grundstück deiner Mama?!“
Was habe ich gelacht… aber Moment mal! Das wäre ja voll die praktische Idee!
Wie lange wir nach einem größeren Wohnraum gesucht haben. Mein ganzer Nähkram hat eine Hälfte des Wohnzimmers eingenommen und das ging auf Dauer einfach nicht so weiter. Wir mussten einfach mehr Platz für uns haben.

Spontan und „frech“ wie ich bin rief ich ein paar Tage später, nachdem ich meine Mama und ihren Mann gefragt hatte ob es für sie eine Option wäre natürlich, den Vater von Lukas‘ Patenonkel an der praktischer Weise Architekt ist. Ich fragte ihn ob er sich vorstellen könnte dieses Projekt mit uns zu starten und vorher einmal schauen würde ob dies überhaupt machbar wäre.

Ja, wie ihr seht hat es geklappt. Von dem Tag an an dem er hier war um das Grundstück zu inspizieren bis zum Startschuss des Hausbaus hat es rund zehn Monate gedauert und der Hausbau selbst nur ein halbes Jahr.

Genau nach unserer Nase

Da wir unser Haus von einem Architekten planen ließen (gut dass wir ihn hatten, denn mit einem Fertighausunternehmen hätten wir nicht gebaut) und dieser sich später auch um die Bauunternehmen kümmerte, konten wir Vorschläge bringen und somit unser Traumhaus gestalten. Genau so wie wir es wollten, perfekt.

Die wichtigsten Bedinungen für uns waren: ein ausbaubarer Dachboden, zwei komplett nutzbare Etagen ohne Schrägen, zwei Kinderzimmer und viele/große Fenster, damit viel Tageslicht ins Haus kommt.

Später wurde ales verfeinert und weitere Details kamen hinzu: eine ebenerdige Dusche, hängende WCs, eine feste Treppe zum Dachboden, ein Zentralstaubsauger, etc.

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Wir wollten unser Haus komplett nach unseren Vorstellungen bauen lassen und auch gestalten. Kein Schnick-Schnack und kein Luxus, einfach ein hübsches, kleines Häuschen nur für uns. Ein Heim in dem wir uns alle wohl fühlen und bewegen können. Und das haben wir auch geschafft :)

Wir haben zwar keinen Keller, dafür aber einen großen Hauswirtschaftsraum und den riesigen Dachboden, der unter den Schrägen viel Platz bietet, weil das Dach nicht direkt aufliegt sondern es durch ein Drempel leicht erhöht ist.

Ein Erlebnis für uns zwei

Wir haben so viel während dieser Zeit zusammen erlebt und durchgemacht. Haben Fähigkeiten an uns entdeckt, von denen wir nicht wussten und sind in Handwerke eingetaucht von denen ich niemals gedacht hätte, dass ich diese jemals kennen lernen würde.
Alle Fußböden haben wir selbst verlegt, jed Wand und jede Decke in diesem Haus gestrichen (so viel Arbeit, so viel Zeit und soooo viele Eimer Farbe…), den Dachboden komplett selbst verputzt und der Außenbereich ist auch komplett an uns hängen geblieben.

Das war (bis jetzt) wohl die aufregendste Zeit in unserem Leben und ich bin glücklich, dass wir heute darüber lachen können (wie oft war uns zum Weinen zumute…).
Wir genießen alle das Leben hier. Ich binde niemandem unser Eigenheim auf die Nase und will auch keinen neidisch machen. Für uns war es einfach der richtige Zeitpunkt und die beste Gelegenheit und ich persönlich empfinde es so:
Das Eigenheim gibt mir ein ganz anderes Gefühl von Zuhause. ♥♥♥

Tina

 

Frau Hase

Tina Hase

Ich bin Christina, 30 Jahre alt, verheiratet und zweifache Mama.
Hauptberuflich bin ich Vollzeit-Mama und Hausfrau. In Amerika nennt es sich liebevoll Stay-at-Home-Mum ♥
Das Schreiben für meinen Blog sowie das Nähen und Fotografieren sind meine größten Leidenschaften.
Frau Hase

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