Kategorie: Zuhause

Eine Babyparty für’s Februarbaby

Am vergangenen Wochenende habe ich eine kleine, feine Babyparty bei uns Zuhause geschmissen.

Da ich bei meinen beiden Großen auch eine Babyparty hatte wollte ich für den Februar-Hasen auch gern so eine Party veranstalten und habe mir vor einiger Zeit meine engsten Freundinnen dazu eingeladen.

Allerdings war diese Feier für mich viel mehr als „nur“ eine Babyparty, es sollte viel mehr ein schöner Nachmittag bei Kaffee und Kuchen werden, mit dem ich mich ganz herzlich bei all den Mädels bedanken wollte, die mir in der schwersten Zeit meines Lebens so toll zur Seite standen! Eine DANKESCHÖN-Party also ;)

Ich muss auch ehrlich sagen, dass es ein echt wunderschöner Nachmittag war. Meine Mädls haben mich mit tollen Geschenken überrascht, mit denen ich gar nicht gerechnet habe und einige haben sogar selber etwas schönes Zuhause gezaubert was wir dann zusammen verspeist haben.

Natürlich wollte ich auch gern ein bisschen dekorieren und so habe ich schon einige Tage vorher ganz fleißig gebastelt und Servietten sowie Seidenpapier in Wimpelgirlanden und Pompoms verwandelt.
Den coolen „Baby“-Luftballonbanner habe ich von meiner Mama bekommen, die mir auch ganz toll beim dekorieren geholfen hat. Das hätte ich ganz allein gar nicht geschafft!

Wir haben allerdings keine Spiele gespielt, wie es auf solchen Partys mittlerweile üblich ist, aber das war auch nicht schlimm, wir haben uns den ganzen Nachmittag so viel zu erzählen gehabt und der Tag wird mir auch so noch lange in Erinerung bleiben.

Allerdings hatte ich einen Abend vorher noch auf Pinterest eine tolle Aktion gesehen, bei der auf Windeln kleine Botschaften geschrieben wurden; entweder lustig oder lieb gemeint. Das hätte ich im Nachhinein doch ganz gern gemacht. Aber egal, es war auch so sehr schön ;)

Meine Freundinnen haben so schöne Dinge für den Februar-Hasen mitgebracht!
Unter anderem habe ich eine Windel-Lokomotive mit einer Schnullerkette bekommen (mit Namen! So eine schöne Kette hatte ich für keines meiner Kinder), eine kleine Rassel, einen Gutschein, für die beiden Großen ein ganz tolles Geschwister-Bilderbuch und für mich einen Blumenstrauß.

Von meiner Mama gab es dieses Riesengeschenk!
Sie hat einfach alles in ein selbstgenähtes Babynestchen gelegt. Dazu gab es Windeln, Stilleinlagen, eine Babypuppe, eine selbstgenähte Hose mit einem Aufnäher auf dem „Handgemacht von Oma“ steht, einen Kinderwagenmuff und ein praktisches, genähtes Stillkissen, welches ich mir über den Arm stülpen kann.

Ich hatte sogar eine Torte gebacken!
Das Rezept dazu möchte ich gern im nächsten Beitrag mit euch teilen.

Bis dahin, liebe Grüße,

„Das Leben wird immer einen Weg finden…“

Schwangerschaftswoche 23 +1

Ihr Lieben,

was soll ich sagen…?!
Es ist lange her, aber wer meinen Instagram-Account verfolgt der weiß, dass es uns gut geht und dass wir uns auf einer großen, spannenden Reise befinden:

Wir haben es „gewagt“ und bekommen ein weiteres Baby!

Ist es Baby Nummer 3 oder 4? Manchmal stelle ich mir selber diese Frage und finde keine Antwort. An manchen Tagen jedoch scheint sie so einfach… Doch eines ist mir wichtig und das wird auch immer so sein:
Janis ist mein Baby und das wird er immer bleiben!

Ganz egal ob hier bei uns oder „nur“ in unseren Herzen, er hat einen festen Platz in unserer Familie und so viel für uns getan, in so vielerlei Hinsicht.
Diese Erfahrung war die schmerzlichste meines ganzen Lebens, aber ich möchte sie auch nicht mehr hergeben. Niemals. Sie gehört nun zu meinem/unseren Leben und hat uns alle stärker gemacht.

Und dann kam der Tag an dem ich wusste: Ich BRAUCHE ein drittes Kind.

Und nun bin ich schon in der 24. Woche schwanger.

Für mich fühlt sich das komisch an… Manchmal kommt es mir vor als wäre ich schon über ein Jahr schwanger. Seit dem ich den Test im letzten Jahr, zu Beginn der letzten Schwangerschaft gemacht habe.
Die Monate nach seinem Tod bis zum nächsten positiven Test (Januar bis Ende Mai) habe ich fast gar nicht wahrnehmen können.
Das klingt furchtbar, ich weiß, aber ich habe in dieser Zeit einfach nur funktioniert. ..oder eben auch nicht.  Mein Leben fühlte sich an als hätte jemand die „Pause“-Taste gedrückt.

Dies hat sich stark verändert als wir im Frühsommer im Urlaub waren und ich dort den Schwangerschaftstest gemacht habe, der dann auch noch positiv war.
Am Anfang war da natürlich Angst, wie könnte ich sie auch nicht empfinden nach dem schrecklichen Schicksalsschlag?! Aber ich habe mich stets bemüht positiv zu bleiben.
Leider musste ich trotzdem zwei Mal am Wochenende ins Krankenhaus fahren, weil ich Panik bekam und mich das Gefühl heim suchte mein Kind könnte wieder gestorben sein.
Dies war allerdings nicht so!

Wir bekommen wieder einen kleinen Jungen, der mittlerweile schon sehr aktiv ist worüber ich sehr glücklich bin, denn seit ich seine Bewegungen spüren kann bin ich sehr viel beruhigter.

Diese Glücksgefühle haben auch dafür gesorgt, dass ich mich vor vier Wochen voller Zuversicht dem verweisten Babyzimmer zuwenden konnte.
Wir haben ein Babybett gekauft, Möbel neu aufgestellt und ich habe den Kleiderschrank wieder einsortiert.
Alle Kleider die für Janis bestimmt waren werden nun an den kleinen Babybruder weiter gebenen. Dieser Gedanke macht mich sehr glücklich, weil ich so alles behalten kann. Weg geben könnte ich sie eh nicht.

Die schöne Decke hat eine Freundin meiner Mama für den kleinen Bauchbewohner gezaubert.
Ich liebe Strickdecken, aber stricken und häkeln überfordert mich *lach*
Ich habe schon so oft das Häkeln angefangen, aber irgendwie komme ich nie zum Ende.

Aktuell nähe ich für den kleinen Mann diverse Dinge. Wenn sie fertig sind werde ich sie hier wieder ausstellen.
Ich freue mich wieder hier zu sein!

Bis bald,

Kein Tag wie jeder andere.

Heute ist Muttertag.
Es ist nicht mein erster, aber in diesem Jahr fühlt er sich irgendwie komisch an…

Wir haben so viel erlebt in den letzten vier Monaten, seit unser Janis gestorben ist und ich ihn still geboren habe.
Vor einem Monat waren wir auf seiner Beerdigung. Ich habe mir diesen Tag so sehr herbeigewünscht und doch hatte ich irgendwie Angst davor an dieser Zeremonie des Abschieds dabei zu sein.
Ich denke, dass es wichtig ist diesen Abschied mit zu machen und dass wir insgesamt sieben Eltern-Paare an diesem Tag waren die gemeinsam Abschied von ihren Kindern genommen haben zeigt mir, dass ich Recht habe. …und auch, dass es leider viel zu viele Menschen gibt die dieses schreckliche Schicksal teilen.
An diesem Muttertag fehlt jemand. Im Herzen habe ich drei Kinder, doch eins wird niemals bei uns sein.

In den letzten drei Wochen ging es mir sehr schlecht. Es überkam mich wie eine Welle, vor der ich mich nicht hätte retten oder schützen können, selbst wenn ich sie kommen gesehen hätte.
Das einzige was hilft ist Reden. Immer wieder Reden. Mit meinem Mann, mit meiner Mama, mit meinen Freundinnen und in dieser Woche sogar mit meinem Arzt.

Seit zwei Tagen geht es mir besser, das merke ich. Denn ich habe wieder Hoffnung. Hoffnung, dass diese kleine, unschuldige Seele die uns viel zu früh verlassen hat und auf die wir uns so sehr gefreut haben, irgendwann wieder zu uns finden kann.

Und so konnte ich heute einfach nicht anders und habe mir heute, zum Muttertag, etwas für meinen Funken Hoffnung gekauft.

Und weil das Wetter so schön war und wir in den letzten Wochen so viel in unserem Garten geschafft haben wurde es doch noch ein sehr schöner Muttertag.

Im April haben wir eine Terassenüberdachung bekommen und unsere Terrasse mit Holz belegt. Außerdem haben wir diese Woche einen Zaun vor dem Gewächshaus aufgestellt um diesen Teil des Gartens vom Spielbereich abzugrenzen. Und am Freitag haben wir vor uns neben der Terrasse Beete angelegt.

Und wenn die Zeit reif ist werden wir Ausschau nach unserem Regenbogen halten. 

Ich wünsche euch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche!